Es war einmal...

Tambourcorps-Gruppe von 1952

Die Geschichte des Tambourcorps „Edelweiß“ beginnt hier in Hürth-Kendenich am 01. August 1951. 6 Jahre nach dem 2. Weltkrieg, noch vor dem Wirtschaftswunder hatten einige junge Leute eine Vision. Andreas Esser, Heinrich Neißen, Willi Brockerhoff, Peter Krämer, Peter Bölsterling, hatten zu einer Gründungsversammlung in „Neißens joot Stuff“ eingeladen. Der Aufruf wurde durch Peter Giesen im Ort ausgerufen.

Er hatte eine Funktion im Ort die es heute nicht mehr gibt: Er war Stadtblatt, Wochenende und Radio Erft in Personalunion. Und so kam es, dass sage und schreibe 46 Musikbegeisterte, meist junge Leute am 01. August 1951 zusammen kamen und einen Spielmannszug gründeten. Getauft wurde der neue Verein auf den Namen „Edelweiß“, den er auch heute noch trägt. Zu dem damaligen ersten Vorstand gehörten:

1. Vorsitzender Andreas Esser
2. Vorsitzender  R. Bothe
1. Kassierer J. Breuer
2. Kassierer Theo Giesen
Tambourführer und Ausbilder K.Hülser

Nicht nur dass das Tambourcorps auf vielen Festlichkeiten zu finden war, es wurden bereit zum 10 jährigen Bestehen 1961 und zum 15 jährigen Bestehen 1966 große Stiftungsfeste veranstaltet. Unvergessen sind auch die zahlreichen Wettstreite Saal der Gaststätte „Zur Krone“ Inh. Johann Poll.

1976 war das bis dahin größte Tambourcorpsjahr und begann mit etwas ganz neuem für die Mitglieder.

Mit Prinz Heinz III (Heinz Leidner), Bauer Peter (Peter Krämer) und Jungfrau Antoinette (Anton Leidner) stellte das Tambourcorps erstmalig ein Dreigestirn unter dem Motto „Tambourklang 25 Jahre lang“ im kendenicher Karneval. Vervollständigt wurde die karnevalistische Mannschaft durch die Prinzenführer Josef Giesen und Eckhard Hoodt, sowie die Pagen Trude Bertram und Mathilde Laczar. Auch die Burgknappen „Rut Weiß“ waren als Prinzengrade neben dem Tambourcorps treue Begleiter. Dies war auch das Dreigestirn welches die karnevalistische Tradition, den Gottesdienst am Karnevalssonntag zu besuchen, gründete.

Mit etwas neuem ging es auch beim Stiftungsfest im September bei der großen Kirmes weiter: neue Uniformen für das aktive Corps. Nach dem Festkommers am Samstagabend wurden die neuen Uniformen erstmalig zum Kirchgang am Sonntag getragen. Nachmittags ging dann der Festzug, mir 25 befreundeten Vereinen, durch Kendenich und zog letztmalig in den Saal der Gaststätte „Zur Krone“ ein, der kurz darauf für immer geschlossen wurde.

Nun begann eine neue Ära in der Chronologie des Tambourcorps Kendenich. Probenmöglichkeiten fand man in der kendenicher Schule. Das „Tambourfest auf dem Schulhof Steinackerstraße“ wurde 1978 geboren. Dank der kendenicher Bevölkerung, welche die neue Festform sofort annahm, wurde es ein voller Erfolg. Das Fest, welches sich schnell zu einem der grössten Tambourfeste im Erftkreis mauserte, findet seitdem alle 2 Jahre statt und ist ein fester Bestandteil im kendenicher Ortsgeschehen geworden.